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Medizin


Im Sommersemester 2006 nahm die Arbeitsgruppe Medizin mit Medizinstudenten aus dem 2. bis 8.Semester ihre Arbeit auf. Unterstützt durch das Institut für Community Medicine ging es erstmal darum, die Situation in der Region rund um Nebaj gründlich zu evaluieren, um einerseits grundlegende Gesundheitsproblematiken festzustellen und um Möglichkeiten der Verbesserung zu entwickeln. Zu diesem Zweck befassten sich Kleingruppen mit verschiedenen Thematiken:

  • Gesundheitssystem Guatemalas, Traditionelle Medizin und Gesundheitsdienste durch NGOs
  • Kriegsfolgeerkrankungen und psychische Traumata
  • Infektionskrankheiten, Tropenkrankheiten und Sexuell Übertragbare Krankheiten
  • Hygiene- und Ernährungsbedingte Krankheiten

So organisierte die Gruppe zum Beispiel einen Vortrag von Prof. Fleßa, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement, zum Thema Nachhaltigkeit und Metastabilität von Gesundheitsdiensten in Entwicklungsländern, stand in regen Kontakt mit Mayan Hope, der Partner Organisation in Nebaj, und anderen Organisationen.

Im Anschluss an diese theoretische Vorarbeit reisten 5 Medizinstudenten auf eigene Kosten nach Nebaj um sich ein reelles Bild von der Situation vor Ort zu machen. Sie besuchten das örtliche Krankenhaus, das mit nur 35 Betten die gesamte Region mit ca. 250.000 Einwohnern versorgt, so genannte ‘Puestos de salud’ und ‘Centros de convergencia’, die in den entlegenen Bergdörfern eine minimale Versorgung sicherstellen sollen, und lernten vor allem die Lebensbedingungen der örtlichen indigenen Bevölkerung kennen.

Diese unglaubliche Erfahrung und intensive Gespräche mit medizinischem Personal in Nebaj, haben zu zwei Projekten geführt, deren Umsetzung jetzt im Wintersemester 2006/2007 der Schwerpunkt unserer Arbeit ist : zum einen wollen wir das örtliche Krankenhaus finanziell und materiell unterstützen, da so basale Sachen wie ein EKG nicht vorhanden sind und dringende Reparaturen anstehen. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit unseres Projektes. Zum anderen planen wir einen Austausch von deutschen und guatemaltekischen Medizinstudenten zu organisieren, mit jeweiliger Famulatur im anderen Land. Die Entwicklung von weiteren Projekten, insbesondere im Bereich von Hygiene und Prävention soll dabei natürlich nicht zu kurz kommen.

Hier gibt es den Abschlussbericht des SS 2006.